Teil I: Grundsätze und Strukturen der Integrationsarbeit

Integrationskonzept für die Stadt GERETSRIED

 

Inhaltsverzeichnis:

1. Vorwort durch den Bürgermeister der Stadt
2. Spezifikum & Geschichte der Stadt Geretsried
3. Integration als kommunale Herausforderung
4. Integrationsverständnis der Stadt Geretsried
5. Methoden der Erstellung des Integrationskonzepts
6. Zahlen und Fakten zu Integration
7. Strukturen und Netzwerke der Integrationspolitik in Geretsried
7.1 Steuerung der kommunalen Integrationspolitik – Gremienstruktur
7.1.1 Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport
7.1.2 Lenkungsgruppe
7.1.3 Koordinationsstelle Integration aktiv
7.1.4 Fachstelle Asylkoordination
7.1.5 ReferentIn für Soziales und Integration der Stadt Geretsried
7.1.6 Integrationsforen
7.1.7 Koordination der fünf Arbeitsgruppen
7.2 Wer ist in Geretsried im Bereich Integration tätig?
7.3 Willkommensstadtplan: Vernetzung und Kommunikationsstruktur
7.4 Interkulturelle Kompetenz
8. Vielfalt gestalten als kommunale Strategie & Visionen
 
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NACHWORT
 
 
1. Vorwort durch den Bürgermeister der Stadt

Geretsried, den 12.04.2018

Liebe Geretsriederinnen und Geretsrieder,
 
die Stadt Geretsried blickt auf eine lange Zuwanderergeschichte zurück. Über 100 Nationalitäten leben heute in Geretsried zusammen. Die Gründe dafür sind vielfältig und hängen auch mit der bewegten Vergangenheit unserer Stadt zusammen. Die kulturelle Vielfalt der Menschen in Geretsried ist eine Bereicherung für die Entwicklung unserer Stadtgesellschaft.
 
Es ist Aufgabe der Kommunalpolitik und gesellschaftliche Verantwortung, Integration durch vielfältige Programme und Maßnahmen zu fördern. Dieser Aufgabe stellt sich die Stadt Geretsried nicht erst seit heute. Das Thema Integration beschäftigt die Stadt Geretsried insofern seit 1946 mit der Ankunft der ersten Heimatvertriebenen. Mit dem vorliegenden Integrationskonzept sollen die Bemühungen und Erfolge aufgezeigt werden, Leitbilder und Ziele identifiziert und Bedarfe erhoben werden. Damit sollen Ressourcen gebündelt werden, um auch weiterhin eine erfolgreiche Integrationsarbeit in der Stadt Geretsried zu leisten.
 
Der Begriff „Integration“ wird nicht nur in Bezug auf die Herkunft verwendet. Von Integration in die Gesellschaft ist auch die Eingliederung von Bürgern mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Behinderungen gemeint; dies gilt ebenso bei Menschenmit sozialen und ökonomischen Benachteiligungen in das Bildungssystem oder den Arbeitsmarkt. Unter Fachleuten wird hier inzwischen meist der Begriff „Inklusion“ verwendet. Das vorliegende Integrationskonzept setzt seinen Fokus auf die Auseinandersetzung mit der kulturellen/ethnischen Integration, es erkennt aber an, dass Vielfalt mehr ist als kulturelle und ethnische Vielfalt. Kriterien wie Geschlecht, Generationszugehörigkeit, sexuelle Orientierung oder unterschiedliche soziale Backgrounds müssen mitgedacht und anerkannt werden, wenn es um kommunale Integrationsarbeit geht.
 
Auf eine weiterhin gute und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen dem Trägerverein und der Stadt Geretsried.
 
Ihr

Michael Müller
 
Erster Bürgermeister, Stadt Geretsried
 
 
2. Spezifikum & Geschichte der Stadt Geretsried

Geretsried hat derzeit 26.117 Einwohner (Stand 2.1.2018; Haupt- und Nebenwohnsitz) und hat sich längst zur größten Stadt im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen entwickelt. Die Stadt blickt auf eine kurze, aber dennoch sehr bewegte Geschichte zurück.
 
1814 besteht Geretsried aus drei Anwesen, einem Gasthaus, einer Unterkunft für Durchreisende und einer Kapelle. 1938 werden dort zwei Rüstungswerke gebaut, die „Fabrik zur Verwertung Chemischer Stoffe“ (DAG) durch die Dynamit AG Köln Troisdorf und die Deutsche Sprengchemie (DSC). Damit nimmt die Geschichte der Stadt eine bedeutende Wendung.
 
Für die Unterbringung der Arbeiter werden mehrere Lager gebaut. Die Infrastruktur und das Erbe dieser Werke sind heute noch im Stadtbild erkennbar. Nach dem zweiten Weltkrieg beginnen die USA mit der Entmilitarisierung und Demontage der Werke. Die übrigen Baracken dienen als Notunterkunft für Vertriebene und Flüchtlinge.
 
Ab 1958 erbaut die Regierung von Oberbayern im südlichsten Stadtteil Geretsried, in Stein, ein Durchgangslager für AussiedlerInnen und Zonenflüchtlinge für ca. 1.000 Menschen. 1968 kommt ein Übergangswohnheim hinzu, das bis 2004 bestand. In Geretsried leben heute über 100 Nationalitäten zusammen. Stadtentwicklung und Migration gehören gerade in Geretsried untrennbar zusammen.
 
 
3. Integration als kommunale Herausforderung

Städte werden zunehmend internationaler und interkultureller. Wirtschaft, Politik, Tourismus und Kultur finden in hohem Maße über nationale Grenzen hinweg statt. Religiöse und ethnische Vielfalt ist prägend für das Stadtleben. Globalisierung und EUErweiterung wird die Gleichzeitigkeit von Menschen unterschiedlicher Nationen und kultureller Prägungen in der Stadt weiter fördern. In dieser Vielfalt liegt die Stärke und gleichzeitig die Herausforderung moderner Stadtgesellschaften.
 
Migration war ein Hauptpfeiler der Geschichte der Stadt Geretsried und wird auch in Zukunft ein wichtiges gesellschaftliches Merkmal sein. Es stellt sich schon lange nicht mehr die Frage, ob Integrationsmaßnahmen nötig sind, sondern wie Integration so gestaltet werden kann, dass alle Geretsrieder Bürger am wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Leben gleichberechtigt teilhaben können.
 
Es gibt bereits zahlreiche Integrationsprojekte in Kulturvereinen, Bildungseinrichtungen, sowie Beratungs- und Koordinierungsstellen für Migranten. Für die erfolgreiche Integrationsförderung bedarf es einer langfristigen Strategie, welche die zahlreichen Einzelmaßnahmen zusammenführt. In diesem Sinne versteht sich das vorliegende Integrationskonzept als Leitfaden für alle beteiligten Akteure vor Ort. Er soll dabei unterstützen, die Herausforderungen und Ressourcen erfolgreicher Integrationsarbeit zu erfassen und passende Handlungsfelder aufzuzeigen. Das Integrationskonzept hat zum Ziel, den Zugang zu integrationsfördernden Angeboten in Geretsried zu erleichtern und diesen so transparent wie möglich für alle Beteiligten zu gestalten. Es ist daher weniger als ein Katalog konkreter Maßnahmen und Instrumente zu verstehen als vielmehr ein Orientierungsrahmen, der Herausforderungen und Problemlagen identifiziert und darauf aufbauend Handlungsfelder bestimmt, die für eine erfolgreiche Integration von Bedeutung sind. Das vorliegende Integrationskonzept gibt als Gesamtkonzept den vielen kleinen Integrationsleistungen also einen entsprechenden Rahmen. Es richtet sich sowohl an alle Bürger, als auch Akteuren innerhalb und außerhalb der Stadtverwaltung.
 
 
 
4. Integrationsverständnis der Stadt Geretsried

DIE eine Definition von Integration existiert nicht. In Wissenschaft und Praxis gibt es eine große Vielzahl von Definitionsversuchen zum Integrationsbegriff. Jede Kommune formuliert ihre eigene Vorstellung von „Integration“ - so auch wir als Stadt Geretsried.

Integration ...
 
 
Dies erfordert Offenheit, Respekt und Anerkennung unterschiedlicher Lebensweisen auf Seiten aller Beteiligten.
 

5. Methoden der Erstellung des Integrationskonzepts

Die Erarbeitung erfolgt in offener und transparenter Arbeitsweise mit Akteuren innerhalb und außerhalb der Verwaltung. Die Verschriftlichung des Integrationskonzepts erfolgt im Rahmen einer Gremienstruktur (7.1 Steuerung der kommunalen Integrationspolitik – Gremienstruktur).
 
In regelmäßigen Treffen der Koordinationsstelle Integration aktiv, der Integrationsbeauftragten der Stadt und der Fachstelle Asykoordination der Stadt Geretsried werden die Eckpfeiler des Konzepts diskutiert und erweitert.
 
Mithilfe von Integrationsforen (Gliederungspunkt 7.1.6) und der Arbeitsgruppen zu den fünfverstehen wir als wechselseitigen und vielschichtigen Prozess , der sich in der Gesellschaft und zwischen ihren einzelnen Angehörigen abspielt und sie verändert verstehen wir als ein einen beidseitigen Prozess des Mitwirkens, sowohl von Zuwanderern also auch der ansässigen Bevölkerung – als eine Aufgabe der Gesamtgesellschaft ist kein fixer Status, sondern als ein immerwährender Aushandlungsprozess heißt nicht, Menschen in etwas Bestehendes einzugliedern oder sie daran anzugleichen, sondern Teilhabechancen für JEDEN zu gewährleisten und Gesellschaft gemeinsam zu gestalten Integrationsverständnis Handlungsfeldern (Gliederungspunkt 7.1.7) entsteht ein Dialog unter Fachleuten sowie Bürgern.
 
 
6. Zahlen und Fakten zu Integration

In Geretsried leben insgesamt 26.117 Einwohner (Stand 2.1.2018). Davon haben 4740 keine deutsche Staatsbürgschaft, dies sind 18,1 % der Gesamtbevölkerung. Nimmt man die Doppelstaatler hinzu, so ergibt sich, dass im gesamten Stadtbereich 6893 Menschen eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen, das sind 26,4 % der Gesamtbevölkerung.
 
 
Insgesamt zählt die Geretsrieder Bevölkerungsstatistik eine hohe Anzahl an Einwohnern mit Zuwanderungsgeschichte. Neben Personen mit ausländischem Pass sind dies Aussiedler und Spätaussiedler sowie Kinder, die zwar in Deutschland geboren sind und die deutsche Staatsbürgerschaft haben, deren Mutter und/oder Vater jedoch im Ausland geboren sind.
 
 
7. Strukturen und Netzwerke der Integrationspolitik in Geretsried

Die Kommune ist der Ort, an dem Integrationspolitik in konkrete Maßnahmen umgesetzt wird. Daher braucht Integration kommunale Strukturen.
 
7.1 Steuerung der kommunalen Integrationspolitik – Gremienstruktur
 
 
7.1.1 Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport
 
Der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales, Kultur und Sport steuert die kommunale Integrationsarbeit in Geretsried.
 
7.1.2 Lenkungsgruppe

Die Lenkungsgruppe bestimmt die Grundzüge und Strukturen der Geretsrieder Integrationsarbeit. Sie setzt sich einerseits aus Vertreter der Stadt Geretsried, darunter Bürgermeister, Abteilungsleitung Bürger, dem Referent für Integration Soziales und dem Referent für Jugend & Familie, sowie andererseits aus Vertretern des Trägervereins Jugend- und Sozialarbeit Geretsried e.V., darunter Vorsitzende und Geschäftsführer, zusammen.

7.1.3 Koordinationsstelle Integration aktiv
 
Die Koordinationsstelle Integration aktiv ist ein übergreifender Ansprechpartner für und in vielen Bereichen rund um das Thema Integration in der Stadt Geretsried engagiert. Mit 39 Wochenstunden ist die Stelle seit 2016 dem Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried e.V. organisatorisch zugeordnet und wird von der Stadt Geretsried finanziert. Vorangegangen ist der Koordinationsstelle eine dreijährige Projektförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.
 
7.1.4 Fachstelle Asylkoordination
 
Die Asylkoordination ist zuständig für die Betreuung und Unterstützung der Flüchtlinge in Geretsried und für die Koordination des Helferkreises der Stadt Geretsried. Im Zentrum steht die Netzwerkarbeit mit Behörden und Ämtern, die Organisation und Durchführung von Projekten im Bereich Integration & Asyl und die Unterstützung von Schulen, Ärzten, Arbeitgebern und Vereinen.
 
7.1.5 ReferentIn für Soziales und Integration der Stadt Geretsried
 
Aus der Mitte des Stadtrats wird ein Mitglied zum Referenten für Soziales und Integration bestimmt. Das Aufgabengebiet ist sehr weit gefasst und bezieht sich auf Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen. Von jung bis alt sollen die Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass alle ihren Platz in der Gemeinschaft finden und sich entfalten können. Dabei stehen Themen an, wie: Hilfe bei Krankheit, Bedürftigkeit, soziale Notlagen, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung, Behinderung, kulturelle Diskriminierung etc.
 
7.1.6 Integrationsforen
 
Seit 2012 finden regelmäßig Integrationsforen statt, die dem Aufbau einer nachhaltigen Kommunikationsstruktur für Integration dienen. Vertreter von Stadtverwaltung, Bürger sowie alle Akteure sind eingeladen, diese als Plattform zu nutzen, um sich auszutauschen und zu vernetzen. Einerseits dienen die Integrationsforen zum Austausch der fünf Arbeitsgruppen, andererseits werden externe Referenten zu den jeweiligen Themenschwerpunkten oder die Integrationsbeauftragte der bayerischen Staatsregierung zu Impulsvorträgen eingeladen. Die Integrationsforen sind ein Kernelement im Prozess zur Fortschreibung des Integrationskonzeptes. Bürger der Stadt sind eingeladen, an der Gestaltung der künftigen Integrationsarbeit mitzuwirken. Die Inhalte der einzelnen Foren werden gesondert in Teil 2: Integration in Aktion dargestellt.
 
7.1.7 Koordination der fünf Arbeitsgruppen
 
Bei den ersten Treffen in den themenspezifischen Handlungsfeldern im Jahr 2016 ging es einerseits um den Erfahrungsaustausch im Bereich Migration und Integration, als auch um eine Bestandsaufnahme der Angebote in diesem Bereich. Die Handlungsfelder wurden in einem gemeinsamen Prozess mit Stadtverwaltung und Akteuren der Integrationsarbeit erarbeitet. Die Themen sind nicht feststehend, sondern können bedarfsgerecht erweitert, bzw. verändert werden. Eine ausführliche Beschreibung, die Benennung der Akteure und Institutionen der einzelnen Arbeitsgruppen sowie eine Übersicht über die jeweiligen kurz-, mittel- und langfristigen Ziele liegen dem Konzept in Teil II: Integration in Aktion bei und werden fortlaufend überarbeitet.
 
 
7.2 Wer ist in Geretsried im Bereich Integration tätig?
 
Neben der unter 7.1 genannten Gremienstruktur, die im städtischen Auftrag Integrationsarbeit leistet, gibt es in Geretsried eine Vielfalt an Akteuren und Institutionen, die wichtige und sehr zahlreiche Integrationsaufgaben übernehmen. Diese Übersicht wird fortlaufend aktualisiert und zusammen mit den Verlinkungen auf die jeweilige Internetseite dem Konzept in Teil II: Integration in Aktion beigefügt.
 
7.3 Willkommensstadtplan: Vernetzung und Kommunikationsstruktur
 
Gerade Zuwanderer, die ihr Leben in der Stadt neu organisieren und deshalb vielfach mit unterschiedlichsten Behörden, Einrichtungen und Abläufen konfrontiert sind, fehlt oft das Wissen über die jeweiligen Anlaufstellen mit ihren Zuständigkeiten und Dienstleistungen, um ihre Anliegen an den richtigen Stellen erfolgreich abzuwickeln. Und auch, wenn eine Beratungsstelle an die richtige Adresse verweist, fehlt dann oft die Ortskenntniss, um diese schnell zu finden.
 
Hier soll der Willkommensstadtplan Abhilfe schaffen. Für Neuankömmlinge, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, gibt die Stadt einen "Willkommensstadtplan" heraus. Darin enthalten sind ca. 80 Anlaufstellen in der Stadt Geretsried, die für Migranten als Informationsquelle und Erstorientierung wichtig sind. Der Willkommensstadtplan ermöglicht es, interkulturelle Angebote, Begegnungsstätten, Bildungseinrichtungen oder Dienstleister in der Nähe des Wohnortes oder des Arbeitsplatzes in Geretsried anzuzeigen und lädt dazu ein, auf virtuelle Erkundungstour zu gehen. Neben Kurzbeschreibungen der einzelnen Einträge finden sich die wichtigsten Kontaktdaten sowie ein Link zum jeweiligen Webauftritt.
 
 
 
7.4 Interkulturelle Kompetenz
 
Integration betrifft auch alle Politik- und Verwaltungsbereiche. Das heißt, auch Kommunen und ihre Organisationen müssen sich auf die Anforderungen einer Einwanderungsgesellschaft einstellen, um ihre Angebote für Zuwanderer zugänglich zu machen z.B. durch mehrsprachige Informationsmaterialien. Darum bemüht sich auch die Stadt Geretsried.
 
Ziel ist es, eine Struktur zu schaffen, die zu den kulturell vielfältigen Bürgern passt, eine gleichberechtigte Teilhabe von Migranten fördert und allen in Deutschland lebenden Menschen den Zugang zu sozialen, kulturellen und politischen Institutionen & Versorgungseinrichtungen ermöglicht.
 
Veränderungsprozesse zu gestalten, hin zu einer interkulturellen Öffnung, ist politisch gewollt und kann nur mit kompetenten Mitarbeitern erfolgreich sein. Ein wichtiges Ziel ist damit die Weiterentwicklung der interkulturellen Kompetenz der Mitarbeiter. Dies spielt eine entscheidende Rolle bei der interkulturellen Öffnung.
 
Darunter verstehen wir kompetentes Handeln in einer modernen durch Vielfalt geprägten Gesellschaft. Ein zentrales Instrument können hierbei Schulungsmaßnahmen für die Mitarbeiter, zur Förderung ihrer interkulturellen Kompetenz, sein. Zudem sollen auch in der Personalauswahl interkulturelle Kompetenzen als Qualifikation Beachtung finden. Dabei ist hervorzuheben, dass Migranten stärker in Politik- und Verwaltungsbereichen wünschenswert wären.
 
8. Vielfalt gestalten als kommunale Strategie & Visionen

Integration wurde in der Stadt Geretsried schon seit ihrem Gründungstag an gelebt. Seit Jahren widmen sich zahlreiche Institutionen und Ehrenamtliche sehr engagiert dem Thema Integration. Das Ziel des vorliegenden Integrationskonzeptes ist es, die Vielfalt von Beteiligten miteinander zu vernetzen, Synergieeffekte zu erzielen und weitere Denkanstöße zu geben. Das Verstehen und Akzeptieren von Verschiedenheit, das aufeinander Zugehen und voneinander Lernen sind Prozesse, die nicht von heute auf morgen abgeschlossen sein werden. Integration ist ein vielschichtiger und langfristiger Prozess.

Menschen werden mobiler, hinzu kommen politische Umbrüche, Krisensituationen bis hin zu Kriegen in vielen Weltgegenden, was steigende Migrationsbewegungen weltweit auslöst und in der Zukunft verstärkt auslösen wird. Dies führt zu einer größeren Vielfalt an Lebensmodellen, kulturellen Prägungen & Erfahrungen. Migration bietet gerade für uns, wir mit den Folgen des demographischen Wandels aber auch mit Arbeitskräftemangel zurecht kommen müssen, große Chancen - aber auch viele Herausforderungen.

Daher ist jeder eingeladen, aktiv an dieser spannenden Aufgabe mitzuwirken. Bringen Sie Ihre Fähigkeiten und Begabungen in die Gestaltung unserer Gesellschaft ein.
 
 
ANSPRECHPARTNER

Als Ansprechpartner rund um das Thema Integration und für die Fortschreibung des Integrationskonzepts zuständig sind:

Fachstelle Asylkoordination (Stadt Geretsried)
 
Suzan Jarrar
Karl-Lederer-Platz 1
82538 Geretsried
08171/6298-2803
suzan.jarrar@geretsried.de

Koordinationsstelle Integration aktiv (Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried e.V.)
 
Patrick Hingar
Steiner Ring 24
82538 Geretsried
08171 - 9266535
iag@jugendarbeit-geretsried.de

Referentin für Soziales und Integration (Stadt Geretsried)
 
Sonja Frank
Jeschkenstraße 195
82538 Geretsried
08171 - 80930
sonja.frank@online. de
 
 
NACHWORT

Kinder sind unsere Zukunft! Jedes Kind hat das Recht angenommen zu werden so wie es ist. Kinder brauchen nicht nur Schutz und Versorgung, sondern auch Herzlichkeit und Verlässlichkeit von uns Erwachsenen. Nur wenn wir den Kindern zeigen wie wichtig uns das Miteinander ist, können sie ihre eigene innere Haltung formen,festigen und so gestärkt ihren Weg gehen. (KiTa der Diakonie)
Nach 70 jähriger Integrationsgeschichte in Geretsried wurden nun endlich die Notwendigkeiten in ein Konzept gegossen. Ein Konzept, das durch stetige Veränderungen und Anpassungen lebendig bleiben wird. Es soll auf der einen Seite die Tätigkeiten der Verbände, Institutionen und der ehrenamtlichen Helfer erleichtern und auf der anderen Seite auch einfach nur zeigen, wie wichtig Integration und Inklusion in unserer Gesellschaft ist. (Kerstin Halba – Vorsitzende Trägerverein Jugend- und Sozialarbeit Geretsried e.V.)
 
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